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Statements

Mikala Larsen, HR Director, Nestlé Nordic

Maternity leave – a joyful time for you and your family, but for your professional career, it may be seen as a full stop, a disrate or at best an interruption … it does not have be so!

As Dr. Stephanie Robben-Beyer proves in her outstanding new book, maternity leaveis so much more. In Denmark we have slowly opened the debate of seeing maternity leave as management education and leadership training. In Nestle Nordics, when employees enters my office announcing their maternity leavethey are met with: “Fantastic! Free leadership training for Nestlé!” It is, also in Denmark, mostly women who cover the majority of the parental leave. This pattern typically cost women 3-5 years of their careers and makes it harder to become leaders later on. Additional, women who have children during their studies must often opt out of having study jobs, which hits them after graduation because thelack of traditional work experience makes them less desirable in entry level jobs.

However, we must – as Dr. Stephanie Robben-Beyer suggests – start to concider maternity leaves more nuanced. Becoming a parent is a gift of personal growth as you face new challenges and responsibilities, which are often so impactful that you come back as a more reflective and resourceful employee. For example, one often returns to work with a new approach to life and with a higher tolerance of other people. And with this maturity you tend to make better and more nuanced decisions for your company.

In Nestlé Nordics, where we now have achieved the same number of men and women at all management levels, we deliberately value becoming a parent as impactfull as management experience.

This approach will be an important addition towards generating gender equality in thework place.

I am very happy that Dr. Stephanie Robben-Beyer is fighting this cause.

Robert Frischbier, Inhaber von 2PAARSchultern GBR

Die Geburt meines Sohnes war für meinen beruflichen Weg keine Zäsur, dachte ich zunächst. Meine Frau und ich brauchten vorher gar nicht groß über die Rollenverteilung nachzudenken. Uns war klar, wir haben beide studiert, wir mögen unsere Jobs, wir arbeiten auch mit Kind weiter und werden trotzdem die besten Eltern der Welt.

Ich wollte von Anfang an eine gleichwertige Rolle im Leben unseres Sohnes einnehmen wie meine Frau. Ich wollte mehr als die üblichen zwei Monate Elternzeit nehmen, ihn regelmäßig von der Kita abholen, Kuschler, Kumpel und Tröster sein und sein volles Vertrauen haben. Das war aber gar nicht so leicht, denn echte Chancengleichheit ist in unserer Arbeitswelt noch lange nicht angekommen.

Viel zu oft denken wir beim Begriff Arbeit noch an einen festen Ort, feste Zeiten oder sogar eine Entweder-oder-Entscheidung in Bezug auf die Familie, dabei könnten wir es längst anders machen.

Ich wünsche meinem Sohn, dass er später nicht das Gefühl hat, er müsste seine Lebensentscheidungen an die Arbeitswelt anpassen.

Wenn er selbst Vater sein möchte, soll er das ohne Einschränkungen können, möchte er neben seinem Job ehrenamtlich als Trainer im Sportverein arbeiten, dann bitte nicht als Kompromiss des Arbeitgebers, sondern mit dessen voller Unterstützung. Und sollte ich letztlich mal seine Hilfe oder Pflege brauchen, dann soll er auf keinen Fall das Gefühl haben, er müsste sich jetzt zwischen Papa und der Arbeit entscheiden.

Er und seine ganze Generation soll beruflich wie privat die gleichen Möglichkeiten haben, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Lebensentscheidung. Chancengleichheit hat viel mit gegenseitigem Verständnis zu tun und genau da setzt dieses Buch an: Raus aus den alten Rollenmustern und Stereotypen und rein ins gegenseitige Verständnis und das ohne Ende.

Viel Spaß beim Lesen und inspirieren lassen.

Luisa Hanke, Gründerin und CEO VEREINBARKEITS-LAB

Als alleinerziehende Mutter habe ich gelernt, bewusste Entscheidungen zu treffen. Damit stecke ich die nächsten Schritte oder Ziele – im Großen und Kleinen – klar ab, die für uns als Familie und für mich als Unternehmerin wichtig sind. Ich plane also vorausschauend, habe dabei die diversen Bedürfnisse und gleichzeitig zeitliche, organisatorische und mentale Ressourcen im Blick.

Im Alltag baue ich vor allem auf Kooperation. Das heißt, meine Beziehung zu meiner Tochter basiert auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Kooperation. Ich nenne diesen Ansatz immer „fordern und fördern“. Das setzt voraus, dass ich meine Tochter bewusst wahrnehme, zuhöre, Empathie entwickele und verstehe, welche Bedürfnisse sie hat – und auch was sie von mir braucht, um motiviert zu sein, Ängste zu überwinden, ins Handeln zu kommen oder selbst zu reflektieren, wie sie eigene Lösungen für Herausforderungen finden kann.

Weil zeitliche Ressourcen besonders wertvoll sind, habe ich inzwischen einen Blick für das Wesentliche entwickelt. Ich organisiere den Alltag fokussiert wie effizient, auch in kleinsten Zeiteinheiten gerechnet. Außerdem habe ich einen enorm starken Willen und große Disziplin entwickelt, denn ich kenne als Mama mein „Warum“ ganz genau. Als Alleinerziehende sind meine Ressourcen begrenzt. Deshalb delegiere ich und lege klar fest, was meine sinnvollen Aufgabenbereiche sind und was ich wiederum besser abgebe. Dabei achte ich sehr genau darauf, dass ich jeweils die Person für die Übernahme der Aufgaben heranziehe, die dafür am geeignetsten ist.

Ich bin als Mutter sehr viel stressresistenter geworden, aber auch fähiger, Energieressourcen vorausschauend zu managen – sowohl bei mir als auch bei meiner Tochter. Ich kann meinen eigenen Energiehaushalt und Gemütszustand und auch den meiner Tochter abschätzen. Dadurch komme ich in die Lage, frühzeitig zu intervenieren. Unsere Energieressourcen können auf diese Weise immer wieder hochgefahren werden. Das hat mir geholfen, als Alleinerziehende mit anspruchsvollem Job und Kind, gut durch die Pandemie zu kommen.

Nicole Beste-Fopma, Herausgeberin und Chefredakteurin LOB-Magazin

Unternehmen schicken ihre Mitarbeitenden auf Seminare, um deren Softskills zu verbessern. In den Seminaren – meist Outdoor – werden gestandene und weniger gestandene Frauen und Männern in schwindelerregende Höhen getrieben. Tarzangleich sollen sie sich von einem Baum zum nächsten schwingen. Sie sollen so ihre eigenen Grenzen erfahren. Für mehr Teamfähigkeit treffen sie sich im tiefsten Winter, in schicken Hotels und bauen gemeinsam Iglus. Um die Kreativität zu fördern, bekommen die Softskill-Legastheniker Schnüre und Stämme in die Hände gedrückt und müssen damit eine Brücke über einen Bach bauen. Das kostet die Unternehmen jährlich Millionen.

Dabei könnten sie es in den meisten Fällen sehr viel einfacher haben. Anstatt in Seminare zu investieren, die in aller Regel keinen nachhaltigen Lernerfolg mit sich bringen, sollten Unternehmen ihre Arbeitnehmenden aktiv darin unterstützen, möglichst lange Elternzeit zu nehmen und auch nach dieser Zeit, viel Zeit mit den Kindern zu verbringen. Denn, Kinder sind die besten und härtesten Trainer:innen überhaupt.

Sie sind erbarmungslos. Sie kennen kein Pardon. Ihr Feedback ist schonungsloser und spontaner als das einer jeden Trainer:in. Hinzu kommt, dass das Training nicht nach ein bis zwei Tagen beendet ist. Es dauert Jahre! Die Trainer führen den „Seminarteilnehmer:innen“ jeden Tag deren Defizite vor Augen, ohne Rücksicht auf Hierarchien. Die beste Garantie für Erfolg.

Kein Wunder also, dass Amelie als Mutter einer pubertierenden Tochter eine Führungskraft mit ausgezeichneten Softskills ist. Eine Führungskraft, die Verhandlungsgeschick zeigt, gut kommunizieren kann und über einen hohen Grad an Resilienz verfügt. Ich bin gespannt, welche Parallelen zwischen „Mutterschaft“ und „Führungskraft“ wir noch aufgezeigt bekommen. Denn auch ich bin davon überzeugt: Eltern sind die besseren Führungskräfte. Oder besser: Aktive Eltern sind die besseren Führungskräfte.