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Orientierung geben

Orientierung und Ziele tun gut. Kindern genauso wie Mitarbeiter*innen. In einer Szene greift Amelie dafür spontan zu einer uralten Methode zurück: Zettel und Stift. Hilft immer, wie man an der Leseprobe sehen kann.

 

Leseprobe:

Wir brauchen konkrete Absprachen und Ziele sowie Orientierung. Wie wichtig das ist, erlebe ich jeden Tag im Büro. Ich hole Zettel und Stift herbei. „Mama, was wird das?“ Die Jugend von heute hat wohl noch nie etwas von Geduld gehört. Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. „Ich fertige erst mal sechs Spalten“, erkläre ich. Eine davon können wir dann streichen, wenn sich die Väter nach dem Vaterschaftstest einig sind, wer nun zuständig ist. Diese Information behalte ich zunächst für mich.

„Wieso sechs?“ Marie hat den Durchblick verloren. Nachvollziehbar, wenn zu viele Väter auf einmal im Spiel sind. „Weil wir zu sechst sind.“ Man sieht ihr genau an, wie sie gerade im Geiste alle nennenswerten Personen durchzählt, die in der Sache wichtig sein könnten. „Ich komme nur auf drei“, meint sie nach Abschluss ihrer Rechenaufgabe. „Papa, du und ich!“ So endet das, wenn die Kinder in der Schule für jede Kleinigkeit den Taschenrechner benutzen dürfen. „Hast du nicht wen vergessen?“, beginne ich die Nachhilfestunde in Mathe. „Nö, wen denn?“

Ich gehe zu Adam und Eva zurück und versuche die Aufgabe von der Basis her aus zu erklären. Dann zeige ich auf ihren Bauch mit der Abschlussfrage: „Und was kommt dabei raus?“ „Ein Baby!“, antwortet sie wahrheitsgemäß. Damit nähern wir uns der Sache bedeutend.

 

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